botanisches

In alten chinesischen Schriften hatte Tee verschiedene Bezeichnungen. Man findet T’u, She, Ch’uan, Kia und Ming. Der Amoy-Dialekt kennt die Bezeichnung T’e, die von den Holländern und Engländern im 16. Jahrhundert bei der Einführung in Europa übernommen wurde.

In der botanischen Familie der Theaceae gehört die Teepflanze zur Gattung der Kameliengewächse. Es gibt zwei Arten, die Thea sinensis (auch Camellia sinensis) und die Thea assamica, auch Camellia assamica. Erstere kommt aus Gebieten in China, letztere aus Assam im Nordosten von Indien. Welche Pflanze von der anderen abstammt, darüber ist man sich bis heute noch nicht einig, doch durch die Kreuzung beider entstand die sogenannte Assam-Hybride. Sie vereint alle Vorteile der Ursprungsgewächse. Sie ist widerstandsfähig, für verschiedene Anbaugebiete und Umweltbedingungen geeignet, aromatischer, ertragreicher und dient somit für die meisten Teeanbaugebiete der Welt.

„Tee ist ein immergrünes Baumgewächs mit gelblich weißen Blüten und hartschaligen, haselnussähnlichen Früchten. Die kurzstieligen, lederartigen Blätter besitzen einen gezahnten Rand. Die Unterseite der jüngeren Blätter, sowie die Blattknospen sind mit einem feinen Flaum bedeckt, der – bei den Blatt-Tees – nach der Verarbeitung als silbriger Schimmer sichtbar ist.“

Teeblüte – Boh Tea Estate, Malaysia, April 2006 – Bild vom Verfasser

Thea sinensis bleibt auch ohne Beschneiden strauchartig und erreicht eine maximale Höhe von Meter. Sie entwickelt kleinere und zartere Blätter als die Assampflanze, eignet sich besonders für gemäßigte Klimazonen und verträgt leichten Frost. Sie kann mehr als hundert Jahre alt werden.

Thea assamica wächst unbeschnitten zu einem bis zu 15 Meter hohen Baum. Sie treibt größere Blätter und bringt höhere Erträge als die Thea sinensis. Ihre Lebensdauer liegt allerdings nur bei ungefähr fünfzig Jahren. Für gutes Wachstum benötigt sie viel Wärme.

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