Kräutertees

„In diesem Zusammenhang wollen wir nicht unerwähnt lassen, dass wir den Ehrentitel Tee nur solchen Produkten zugestehen, die einmal als Blätter einen Teebaum geziert haben. Pfefferminz-, Hagebutten- oder Kamillentee bedenken wir allenfalls und – zugegebenermaßen – nicht ohne eine gewisse Geringschätzigkeit mit der Bezeichnung Absud.“ (NEUBERGER 1993, S.25)

Dieser Ausspruch kann sich auf die international akzeptierte ISO-Norm 3720 berufen, die sich allerdings etwas trockener anhört: „Tee stammt nur und ausschließlich aus den Blättern, Knospen und zarten Trieben der Varietäten der Species Camellia sinensis (Linnaeus) O. Kuntze, die nach anerkannten Herstellungsverfahren, vornehmlich Fermentation und Trocknung, hergestellt sind, und die dazu geeignet sind, Tee als Getränk zu konsumieren.“

Die deutsche Sprache geht mit dem Wort „Tee“ also etwas unvorsichtig um. Im Englischen beispielsweise nennt man Kräutertees „herbal-infusions“, im Französischen „infusions“. Das deutsche Wort „Kräuter-Aufgussgetränk“ kommt der Sache ziemlich nahe.

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